Stress und Sucht

Vom Leistungsdruck über Stress zur Suchterkrankung. Diese Entwicklung ist keine Seltenheit. Gerade bei problematischen Verhaltensweisen, die durch Stress entstehen können, ist die Gefahr groß. Wir zeigen Ihnen Lösungen zum besseren Umgang mit Stress auf und beraten Sie individuell!

Kann Stress in ein Suchtverhalten führen?

Unser Alltag ist bestimmt von Leistungsdruck, Schnelligkeit und Flexibilität. Trotz höherem Wohlstand, geringerer körperlicher Belastung und allerlei technischer Neuerungen die unser Leben einfacher machen sollen, fühlen sich die Menschen heute ständig unter Druck. Die Arbeitsbelastungen sowie die Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes nehmen im Zeitalter der Globalisierung unserer Märkte zu.  Viele Menschen fühlen sich den beruflichen und familiären Anforderungen nicht mehr ausreichend gewachsen. Und dann begleiten uns in den täglichen Nachrichten auch noch Themen wie Währungskrisen und kriegerische Auseinandersetzungen. Alles zusammen empfinden wir als eine Bedrohung unseres wirtschaftlichen und seelischen Lebensgefüges.

Alkohol und Beruhigungsmittel sind ein gefährlicher „Lösungsweg“!

Um den Leistungsanforderungen der Gesellschaft und des Arbeitgebers gerecht werden zu können, wird das Leistungsvermögen mit frei verkäuflichen Aufputschmitteln kurzzeitig gesteigert. Auch werden Überlegungen getroffen, wie man sich und seine Familie finanziell besserstellen kann. Überstunden, ein Zweitjob – alles wird getan, um mithalten zu können.

Wenn alles Bemühen jedoch umsonst ist, steigt die Verzweiflung. Der Gedanke, den Anforderungen nicht mehr zu genügen, ist unerträglich. Das sich ständige drehende Karussell im Kopf wird dann schon einmal mit Beruhigungsmitteln und/oder übermäßigem Alkoholgenuss für kurze Zeit angehalten. Ängste und Sorgen werden kurzzeitig verdrängt. Aber eben doch nur kurz. Denn bald schon hat uns die Realität wieder eingeholt. Und die Wirkung der Verdrängungsmittel ist auch nicht mehr so hoch wie am Anfang. Immer größere Mengen werden notwendig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Folge ist ein schleichender aber unaufhaltsamer Übergang in den Suchtmittelmissbrauch

Warum schaffen es viele Menschen dennoch, andere Wege für sich zu finden?

Achtsamkeit und Resilienz sind heute in der Stressprävention häufig genannte Begriffe. Jeder Mensch geht mit Stress anders um. Wichtig sind ein starkes soziales Netzwerk, ein positives Selbstbewusstsein, die Bereitschaft sich auch unbequemen Herausforderungen zu stellen, aber auch einmal bewusst NEIN zu sagen.

Wenn wir uns unserer persönlichen Bedürfnisse besser bewusstwerden und die uns zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten konsequenter nutzen, können wir den Stress und die psychische Belastung im Alltag besser bewältigen und unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessern.

Tipps zu einem besseren Umgang mit Stress

  1. Achten und Beachten Sie sich selbst (besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Stärken).
  2. Sorgen Sie für eine gesunde und ausreichende Ernährung (kochen Sie mal wieder selbst).
  3. Stärken Sie Ihr soziales Netzwerk (Familie, Freundeskreis, Vereinsleben).
  4. Bringen Sie Ihr Berufs- und Privatleben in Einklang (prüfen Sie das Verhältnis zwischen Ihrer Arbeit und dem Rest Ihres Lebens – ist es noch im notwendigen Gleichgewicht?).
  5. Fordern Sie die notwendige Unterstützung am Arbeitsplatz ein (Schulungen, technische Verbesserungen).
  6. Bleiben Sie in Bewegung (Treppe statt Aufzug, gehen Sie häufiger mal zu Fuß, treiben Sie Sport).
  7. Sprechen Sie Probleme im Arbeits- oder Privatleben an (ungelöste Probleme machen krank).
  8. Genießen Sie Alkohol mit Verstand (jeden Abend ein Gläschen Wein/Bier ist schon zu viel).
  9. Nehmen Sie Medikament nur, wenn Ihr Arzt sie Ihnen ausdrücklich verordnet.
  10. Entspannen Sie sich (z.B. durch autogenes Training oder progressive Muskelentspannung).

Sabine KurzeiaFrau Sabine Kurzeia ist ausgebildete Psychologische Beraterin und Suchtberaterin und steht Ihnen gerne auch kurzfristig für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Alle Gespräche unterliegen selbstverständlich der absoluten Geheimhaltung.

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